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NÄHEN MIT LEINEN-STOFF: TIPPS, TRICKS & INFOS

Leinen los: So verarbeitest du sommerliche Leinen-Stoffe!

Nähen mit Leinen-Stoff

Was ist das Besondere an Leinen-Stoffen?

Leinen ist seit hunderten von Jahren ein beliebtes Material für sommerliche Kleidung, Bett- und Tischwäsche. Aber auch Unterwäsche, Geschirrtücher und andere Textilien für den Haushalt wurden und werden aus Leinen gefertigt.

Leinen ist ein sehr natürliches, nachhaltiges Material, das zu 100% aus Naturfasern besteht. Es fühlt sich kühl und glatt an. Es entwickelt keine Flusen oder “Pilling” wie zum Beispiel Wolle. Und es ist von Natur aus schmutzabweisend und antistatisch. Das heißt, du bekommst keine “fliegenden Haare”, wenn du es trägst.

Traditionell wird Leinen in Leinwandbindung gewebt. Die dadurch entstehende leicht unregelmäßige Struktur ist gut zu erkennen. Sie ist zum Teil auch leichten Unebenheiteiten im Zwirn geschuldet.

Nähen mit Leinen-Stoff

Leinen kann im Verhältnis zu seinem Gewicht sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen und ist deshalb besonders beliebt für sommerliche Kleidung: Es nimmt Schweiß gut auf und gibt die Feuchtigkeit schnell wieder ab.

Das Markenzeichen von Leinenstoffen ist aber ihre Neigung zum Zerknittern. Echter Leinenstoff knittert ganz edel. Das ist gewollt und wird als Zeichen von Natürlichkeit auch im Allgemeinen sehr geschätzt. Bei Schnittmustern, die speziell für Leinenstoffe entwickelt sind, ist diese Stoffeigenschaft bereits “mitgedacht”.

Wer die Knittrigkeit von 100% Leinen nicht so liebt, hat die Möglichkeit, auf Leinen-Mischgewebe zurückzugreifen. Eine gute Alternative sind Viskose-Leinen- oder Leinen-Viskose-Mischungen (je nachdem, wovon mehr enthalten ist!). Sie bringen ebenfalls Kühle und Natürlichkeit mit, neigen aber wegen des Viskose-Anteils weniger zum Zerknittern. Statt dessen zeigen sie einen schönen, schmeichelnden Fall.

Leinen ist ein hochwertiges Material, das sich auch für kunstvolle und dekorative Online Stoffe kaufen eignet. Zum Beispiel für einen Ton-in-Ton ausgeführten Druck im Asia-Stil oder im französchichen Toile de Jouy-Design, das in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erfunden wurde. Das Besondere an den Toile de Jouy, den Stoffen aus dem kleinen Ort Jouy-en-Josas in der Nähe von Versailles, war der Druck mit Kupferplatten: In zarten Blau- und Rot-Tönen gehalten spielen ländliche Szenen auf dem in Naturweiß gehaltenen Grund. Heute sind die Toile de Jouy meist aus Baumwolle gewebt.

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